U-Boot Bunker Der U-Boot-Bunker Valentin ist ein im Ortsteil Rekum von Bremen-Nord an der Weser gelegenes Bauwerk, das von 1943 bis März 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet wurde. Im Bunker Valentin sollten aus vorgefertigten Sektionen U-Boote des Typs XXI montiert werden. Infolge Bombardierungen und des nahenden Kriegsendes wurde der U-Boot-Bunker nicht fertiggestellt.

U-Boot Bunker Valentin, Innenansicht

Es handelt sich um den flächenmäßig größten Bunker in Deutschland und um den zweitgrößten in Europa. Er hat eine Grundfläche von 35.375 Quadratmeter (das entspricht ungefähr fünf Fußballfeldern). An Material wurden eine Million Tonnen Kies und Sand, 132.000 Tonnen Zement und 20.000 Tonnen Stahl verbaut. Der größte U-Boot-Bunker des Zweiten Weltkrieges wurde im besetzten Frankreich bei Brest errichtet. Heute wird das Gebäude von der Bundeswehr als Teildepot des Wilhelmshavener Marinematerialdepots 2 genutzt, wird jedoch 2010 von dieser verlassen werden. Es ist geplant, den Bunker in eine Gedenkstätte umzuwandeln.

Angesichts der Pläne, den Bunker zu verkaufen, besuchte der Bremer Senat mit Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bürgermeisterin Karoline Linnert am 15. April 2008 den Bunker „Valentin“ zusammen mit dem Brigadegeneral Wolfgang Brüschke. Im Vordergrund der Gespräche stand dabei eine angemessene Nachnutzung des Bauwerks. Der Senatsprach sich dafür aus, im Bunker eine Gedenkstätte für die beim Bau ums Leben gekommenen Zwangsarbeiter zu errichten. Im selben Jahr fand in Bremen ein Gedenkstättenseminar statt, das den Bunker als zukünftige Gedenkstätte thematisierte. Am 3. März 2009 beschloss der Bremer Senat, 150.000 Euro zur Erstellung eines Gedenkstättenkonzepts bereit zu stellen. Die Bremer Landeszentrale für politische Bildung ist mit der Vorbereitung zur Errichtung einer zentralen Erinnerungs- und Dokumentationsstätte beauftragt.

mehr Infos: http://www.bunkervalentin.de
 

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