Vom regionalen Kulturfestival zum Musikevent mit weltweiter Bedeutung: Das  Internationale Festival Maritim in Bremen-Vegesack wird 20 Jahre alt

Dreimal hoch. Oder besser: 20 Mal: Was hier auf ein besonderes Jubiläum hinweist, ist auch eines: In diesem Jahr feiert das Internationale Festival Maritim einen runden Geburtstag und kann damit auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat sich das Open-Air-Event rund um die Maritime Meile in Bremens „seetauglichstem“ Stadtteil Vegesack ungebremst zu einem Jahreshighlight im hansestädtischen Veranstaltungsprogramm entwickelt – sowohl was die musikalische  Bandbreite angeht als auch in punkto Beliebtheit und Anziehungskraft.
Kommen doch Jahr für Jahr rund 100.000 Besucher an die nordbremer Weser, um bei fetzigem Irish- und Scottish-Rock, keltischer Folklore und Bluegrass vom Feinsten abzufeiern, zur Abkühlung zwischendurch auch mal einer sanften Ballade zu lauschen und ein Rahmenprogramm aus Kultur und Kulinarik zu genießen. Gemeinsam ist allem musikalischen Liedgut der Ursprung: Die Shanties – sie thematisieren als Lieder der Seeleute früherer Zeiten die schwere Arbeit an Bord, Liebe und die Sehnsucht nach der Angebeteten zu Hause.
Bands und Künstler aus aller Welt treffen jeweils am ersten Augustwochenende an der Nordbremer Weser ein, um den maritim geprägten Stadtteil in einen kollektiven Ausnahmezustand zu versetzen. Mehr noch: Das Festival stiftet Identität: Die Menschen, die im Stadtteil leben, ebenso wie Unternehmen und Institutionen vor Ort sind stolz auf seine Leuchtturm-Funktion, das Event betont den maritimen Charakter des Standorts und sichert ihm regelmäßig hohe Aufmerksamkeit.
„Das Festival ist eine echte Perle, es hat eine ganze Stilrichtung aus dem Dornröschenschlaf geweckt, salonfähig gemacht und geprägt“, sagt Fritz Rapp vom Vegesack Marketing e.V., der das Event von seinem Beginn im Jahr 1999 an organisiert, stetig an Konzept und Umsetzung gefeilt hat und inzwischen bestens in der internationalen Seamusic-Szene vernetzt ist. „Die sehr lebendigen und modernen Interpretationen der Musik vom Meer, die hier auf unnachahmliche Weise dargeboten werden, haben dazu beigetragen, dem maritimen Genre einiges von seiner Patina zu nehmen und auch jüngere Menschen dafür zu begeistern.“
Hervorgegangen ist das musikalische Mega-Event aus einem kleineren regionalen Kulturfestival, dem Festival Musik Maritim. Birgit und Claus Hartmann, zwei Künstler von der Weserinsel Harriersand, hatten damals eine Galionsfigur für den Segler Kershones gefertigt, was im seinerzeit noch eher kleineren Rahmen mit Musikern aus der unmittelbaren Umgebung gefeiert wurde. Heute kommen Jahr für Jahr sowohl bis zu 35 Gruppen als auch Besucher aus der ganzen Welt nach Vegesack, zehn Bühnen werden bespielt und es gibt rund 170 Konzerte. Die Veranstaltung hat darüber hinaus längst eine wichtige Funktion als Initiator länderübergreifender Kontakte und Freundschaften übernommen, die Nationen und Kulturen verbindet. Vor zwei Jahren wurde das Internationale Festival Maritim sogar in die Feierlichkeiten  zum 40. Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig eingebunden.
Das Konzept, alle Gruppen jeweils für die gesamten drei Festival-Tage nach Vegesack zu holen, ist zudem ein tragendes Element für ein starkes, fast familiäres Zusammengehörigkeitsgefühl der Musiker und Künstler, das sich auch auf Gäste und Publikum überträgt.
„Dieses Festival ist wirklich mitten im Herzen seiner Fans und – das freut mich sehr – auch der Vegesacker angekommen, was kann man sich als Organisator Schöneres vorstellen?“ bringt Fritz Rapp seine Freude über die Entwicklung des Events auf den Punkt und kündigt an, dass die „20“ natürlich gebührend gewürdigt wird. Gerade innerhalb der Gruppen habe man in diesem Jahr ganz besondere Formationen gewinnen können – selbstverständlich mit einer ausgezeichneten Vielfalt mitreißender Seamusic im Gepäck.

www.festival-maritim.de

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